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11.10.2018 / Australien II

 

Hanna bricht wieder nach Australien auf..

Der kurze Besuch von Johanna zur Hochzeit von Lena und Remo ist schon wieder zu Ende. Hanna bricht am 11.Oktober wieder nach Australien auf. Diesesmal plant sie länger dort zu bleiben.

Wir begleiten Sie an gewohnter Stelle.

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14. / 22.09.2018 / Hochzeiti

 

Anna-Lena und Remo haben geheirattet.

Das Standesamt im kleinen Kreis am 14.9. war wunderschön; die Party am Abend für alle Freunde und bekannte rauschend.

Am 22.09. wurde im engsten Familienkreis auf Klostergut Besselich in Urbar bei Koblenz in Weiß geheiratet.

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2018 / Australien-Abenteuer

 

Hanna ist Anfang März nach Australien aufgebrochen.

Johanna ist im März nach Australien aufge-brochen. Sie bleibt erst mal bis zur Hochzeit von Remo und Lena, die im Spetember 2018 stattfinden wird.

Begleitet sie zusammen mit uns hier auf der Seite (Wir über uns / Johanna)...

Wir werden eine GBR

(2010)

 

In 2010 sollte sich einiges ändern. Wir haben uns eine Photovoltaikanlage geleistet. Ich habe das x mal durchgerechnet und bin überzeugt, dass sich mit einer solchen Anlage gutes Geld verdienen lässt und wir nebenbei noch einiges für die Umwelt tun. Und wenn ich ehrlich bin, ein wenig Unabhängigkeit vom der Stromgurus wollte ich auch.

Das zunächst relevante war die Zeitachse. Erzeugte Energie wird in das Stromnetz eingespeist. Dafür be-kommt der Erzeuger eine Vergütung. Diese Vergütung

 

  • ist Garantiert für 20 Jahre
  • Abhängig vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme

 

Diese garantierten Vergütungen sinken mit der Zeit. Was in 2005 noch mit 48ct pro kw/h vergütet wurde, lag in 2007 noch bei 42ct. Der für uns relevante Termin war der 01.10.2010. Anlagen ab diesem Zeitpunkt werden wieder geringer vergütet. Also musste die Anlage noch im September angeschlossen aber vor allem bei der zuständigen Netzagentur angemeldet sein.

Schon längere Zeit spukt mir der Gedanke einer Photovoltaikanlage durch den Kopf. Die Strompreise steigen und steigen und mann ist dieser Entwicklung völlig ausgeliefert. Aktiv beeinflussen, unabhängiger werden; dass muss doch möglich sein. Die Idee, die Anlage selbst zu bauen, wurde schnell verworfen, da bei einem solchen Invest die Bank niemals mitspielen wird. Also musste es eine professionelle Durchführung mit einer Firma werden. Der ortsansässige Elektriker soll sie bauen.

Also machte ich mich erst einmal daran, die Finanzierbarkeit zu prüfen. Ein Gespräch bei der Hausbank verlief nicht so wie erwartet. Obwohl der Ertrag einer Anlage die aufzuwendenden Kosten mehr als abdeckt -die Anlage sich sozusagen selber bezahlt- biss ich zunächst bei der Bank auf Granit. Schlicht in dem Problem, dass für einen solch hohen Invest eine Sicherheit vorhanden sein muss. Anders als z.B. bei einem Auto, ist die Anlage selbst für die Bank keine Sicherheit. Mit der Sicherheit des Hauses war es dann aber möglich. Die Finanzierung stand.

Nachdem die Geldfrage geklärt war, konnte ich mich mit dem Installateuer in Verbindung setzen und die Details der Erstellung klären. Der Bau schien ganz simpel, der Anschluß und all die Formalitäten waren aber recht komplex. Hier musste ich eine Menge lernen.

Die erzeugte Energie wird zunächst mit einem eigenen Zähler gemessen und dann in das Hausnetz integriert. Der herkömmliche Stromzähler wird getauscht durch einen Zweirichtungs- zähler (oder, wie auf dem Bild zu sehen mit 2 einzelnen Zählern). Alles Arbeiten, die eine Privatperson eh nicht selbst ausführen kann. Dazu musste die gesamte Grundverteilung umgebaut werden.

Alleine hätte ich das sicher nicht geschafft. Weder von den technischen Möglichkeiten der Montage noch vom Wissen der Technologie und zu guterletzt wäre ich an den Formalien gescheitert.

Schienen aus Aluminium bilden die Unterkonstruktion. Befestigt mit Winkeln auf den Dachsparren. Dazu musste die jeweilige Dachpfanne mit der Flex bearbeitet werden. Auf die senkrecht laufenden Streben wurden waagerechte ange-bracht auf denen dann die einzelnen Module befestigt wurden. Die Module selbst wurden auf der Rückseite mit vor-handenen Steckverbindungen untereinander verbunden. Die Aufteilung wurde symmetrisch durchgeführt. 21 Module auf der Garage und 25 auf dem Haus. Entsprechend wurden die beiden Module links unten vom Haus der Garage zuge-schieden. Damit wurden zwei Kreise á 23 Module geschaffen. Die entsprechende Verkabelung wurde in der Garage mittig zur Strassenwand zusammengeführt. Hier bekam der Wechselrichter seinen Platz. Gut zugänglich, geschützt und gut gekühlt.

Die zwei Module vom Haus wurden mit zusätzlichen Leitungen zur Garage geführt und in den Garagenkreislauf integriert. Die Hauptschwierigkeit bestand darin, sowohl das Transportkabel für den erzeugten Strom (5x4q) (vom Wechselrichter in der Garage) als auch eine Erdeleitung von der Anlage (die jeweiligen Tragkonstruktionen) zum Zählerschrank im Haus zu bekommen. Dazu mussten beide Leitungen von der Garage einmal komplett über das Haus geführt werden. Als Brücke zwischen Garage und Haus wurde die Verbindungsmauer zum Hof verwendet. Im Norden dann aus dem Hausdach heraus und in einem Kabelkanal die Wand hinunter. Mit einer Bohrung dann in's Innere geführt. Rund 40 Meter - ziemlich lange Wege.

im inneren eines Wechselrichters

Diese groben Arbeiten waren in 2 Tagen ausgeführt. Es folgten die notwendigen Arbeiten für den eigentlichen Anschluss. Die Solarkabel im Wechselrichter aufgelegt und das Kabel für den Stromtransport angeschlossen. Der Wechselrichter wurde noch eingestellt. Sehr schön bei dem Hersteller (Kostal) ist das Web interface. So bekam er auch noch einen LAN-Anschluß. Ich habe damit jederzeit Einblick auf den Status und die Leistung, ein PC mit Internetzugang reicht hierzu aus.

Im Haus wurde der Zählerschrank aufgeräumt. Die Sicherungs reihe für das Untergeschoss wurde in eine eigene Unterverteilung ausgelagert und so Platz für einen zusätzlichen Zähler geschaffen. Diese Tätigkeiten dauerten einen weiteren Tag.

Die Anlage wurde zum 29.09.2010 angemeldet und liefert seit diesem Tag Strom.

Es dauerte noch zwei Wochen, bis der Netzbetreiber den vorhandenen Zähler (der bei Einspeisung rückwärts lief) gegen einen Zweirichtungszähler austauschte. Ab jetzt lag es an mir, die Anlage in Betrieb zu halten. Auf Seiten der Anlage, na da ist nichts zu tun. Die liegt einfach auf dem Dach und produziert Strom. Neugierig wie ich halt bin, habe ich das WEB-Interface natürlich eingerichtet und beobachte die Anlage mit Argusaugen. Gut, denn der installierte Wechselrichter war defekt. Immer wieder wurde er vom Netz rausgeschmissen. Das bedeutete zwar kaum Verluste soll aber nicht sein. Ein Anruf bei Kostal bestätigte meine Vermutung eines Defektes. Kostal sorgte dann auch für einen umgehenden Austausch. Zwei Tage später stand der Installateur auf dem Hof und wechselte den Wechselrichter. Nun sollte die Gesamtanlage einfach vor sich hinwerkeln.

Die GBR

Der technische Teil war -für mich- einfach. Die Anlage selbst benötigt keinerlei Pflege. Da ich jetzt aber zum Stromproduzent geworden bin, musste ich einiges über Verordnungen und Gesetze lernen. Da war es angebracht, einen Steuerberater aufzusuchen und alles notwendige von Ihm durchführen zu lassen. Diesen gesamten Komplex kann mann in zwei grundlegende Aufgaben teilen. Einmalige Tätigkeiten und immer wiederkehrende.

Der Steuerberater kümmerte sich um die Gründung einer GBR und sorgte damit für eine eigene Steuernummer. Damit kann ich die Anlage abschreiben und alle Umsätze -ob positiv oder negativ- ohne Mehrwertsteuer abwicklen. Also Invest den ich tätige und dafür Mehrwertsteuer zahle, kann ich vom Finanzamt zurückfordern. Gleiches gilt bei Einnahmen, die ich incl. Mehrwertsteuer in Rechnung stelle. Hier muss ich diese erhaltene Steuer an das Finanzamt abführen.

Strittig war zunächst mit dem Netzbetreiber das Verrechnungsmodell der geleisteten Stromeinspeisung. Während ich die Berechnung tagesscharf machen wollte, ist diese aus Sicht des Netzbetreibers pro Jahr durchzuführen. Ein entsprechender Passus im EEG bestätigte aber die Position des Netzbetreibers. Für die Berechnung der Einspeisevergütung durchaus relevant. Die Rechnungsstellung erfolgt monatlich und wird in einer Jahresabrechnung ggf. korregiert. Bis zum 31.12.2011 musste ich dadurch monatlich eine Erklärung über die erhaltene Mehrwertsteuer gegenüber dem Finanzamt erklären und die Mehrwertsteuer entsprechend abführen.

Seit dem 01.01.2012 (das Jahr der Inbetriebnahme und ein vollständiges Jahr) ist die Welt hier sehr viel einfacher geworden. Bedingt durch die höhe der Mehrwertsteuer (sie überschreitet einen definierten Wert nicht!) ist eine monatliche Meldung nicht mehr erforderlich. Die Meldung und auch die Zahlung der erhaltenen Mehrwertsteuer erfolgt im Rahmen der Jahressteuererklärung. Bei mir in Verbindung mit der eh durchzuführenden Jahressteuererklärung. Also hat man mit dem Finanzamt nur einmal in Jahr kontakt -den man eh hat. Die Jahressteuererklärung für 2010 machte ich zusammen mit einem Steuerberater. Hier lernte ich, wie diese ab jetzt durchzuführen ist, welche Formulare nötig sind. Seit dem mache ich die wieder eigenständig.